Prophylaxe

Warum zahnärztliche Prophylaxe?

Prophylaxe bedeutet Vorbeugung - oft ist es Zuhause auch bei optimaler Mundhygiene nicht mögliche alle Beläge, störende Verfärbungen und schädliche Bakterien zu entfernen. Viele Bereiche sind für den Patienten schwierig zu putzen und stellen daher Defizite in der häuslichen Mundhygiene dar. Regelmäßige Mundhygienesitzungen sind somit ein essentieller Bestandteil für die langfristige Gesunderhaltung des Zahnhalteapparates.

Gerne informieren wir sie persönlich über die Dauer und den Umfang unseres Prophylaxeangebots.


Parodontitis

Was ist Parodontitis?

Die Verankerung des Zahnes im Knochen ist bedingt durch das Zusammenwirken mehrerer anatomischer Strukturen (Zahnfleisch, Knochen, Wurzelzement und elastischen Fasern). Diese Verankerungseinheit kann man als Parodont (auch Zahnhalteapparat genannt) zusammenfassen. Eine Parodontitis (früher auch als Parodontose bezeichnet) ist eine entzündliche Erkrankung, die in den meisten Fällen von Bakterien verursacht wird.

Parodontitis ist eine der häufigsten Ursachen für Zahnverlust. Circa 3 von 4 Erwachsenen erleiden im Laufe ihres Lebens eine Parodontitis. In den meisten Fällen schreitet die Parodontitis langsam voran, sodass sich schwere Schäden erst spät manifestieren. Blutendes Zahnfleisch ist oft der erste, frühe Hinweis für den Patienten, dass eine Erkrankung des Zahnhalteapparates vorliegt.

Durch die gezielte Früherkennung und eine konsequente individuelle Therapie kann die Parodontitis gut therapiert werden. Gerne informieren wir sie hierzu persönlich.

Ursachen der Parodontitis

In der gesunden Mundhöhle sind mittlerweile über 700 Arten verschiedener Bakterien festgestellt worden. Die große Mehrzahl dieser Bakterien ist unter normalen Bedingungen harmlos, zeitweise sogar nützlich. Eine Zahnfleischentzündung (=Gingivitis) oder eine Parodontitis (=Zerstörung des Zahnhalteapparates) entsteht dann, wenn das Gleichgewicht der Bakterien gestört ist und die Anzahl der Bakterien zunimmt. Eine unbehandelte, länger bestehende Gingivitis kann zu einer Parodontitis führen. Wird der anfänglich weiche Zahnbelag, der ein optimaler Rückzugsort und Nährboden für Bakterien ist, bei der täglichen Mundhygiene nicht entfernt, so kommt es zur Mineralisierung (=Verfestigung). Es entsteht Zahnstein, der vom Patienten nicht mehr entfernt werden kann eine regelmäßige professionelle Reinigung verhindert die weitere Ansammlung von Bakterien.

Wird die Parodontitis nicht rechtzeitig erkannt und therapiert, schreitet die Entzündung langsam und stetig voran. Es kommt zu Bildung immer tieferer Zahnfleischtaschen, wodurch der Zahnhaltapparat dauerhaft geschädigt wird. Die Zähne werden zunehmend mobiler und es kommt zu Stellungsveränderungen Diese fortgeschrittenen Zeichen der Erkrankung werden vom Patienten leider oft spät bemerkt. Wird die Entzündung nicht erkannt, kann der betroffene Zahn verloren gehen.

Somit kann eine Ansammlung von Bakterien in Form der Zahnbeläge immer als entscheidender Faktor bei der Entstehung einer Parodontitis angesehen werden. Sind keine Beläge vorhanden, kann weder eine Gingivitis noch eine Parodontitis entstehen.